Das war doch mal ein Finale …

Die Jugendmannschaft des SV GutsMuths Jena hat bei den Südwestdeutschen Mannschaftsmeisterschaften den Titel gewonnen. Damit hat sich das Team der Trainer Jürgen Heller und Mathias Jauk für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert.
Interessanterweise hat die Mannschaft in fast genau der gleichen Besetzung ungeschlagen die Thüringenliga der Erwachsenen gewonnen und ist in die Oberliga aufgestiegen. Aber zurück zum Turnier: Spannend war's. In der Vorrunde konnten wir das erste Spiel gegen Mainz deutlich mit 8:0 gewinnen. Damit waren wir bereits für das Halbfinale am Sonntag qualifiziert. Im 2. Vorrundenspiel trafen wir auf den Hessischen Vertreter BV Maintal. Auch dieses Spiel konnten wir gewinnen, wenn auch knapp mit 5:3.

Im Halbfinale standen wir dann dem TB Andernach gegenüber. Hier hatte unser junges Team keine Probleme und zog mit 8:0 ins Finale ein. Nicht viel schlechter machte es unser Finalgegner der BV Maintal. Sie gewannen ihr Halbfinale mit 7:1. Somit stand eine Neuauflage des Vorrundenspiels auf dem Programm. Am Vortag gewannen wir das Damen-Einzel, das Damen-Doppel, das Mixed sowie das 2. und 3. Herren-Einzel. Unser Ziel war es, im Finale zusätzlich mindestens ein Herren-Doppel zu gewinnen.

Und es ging gut los. Die ersten Spiele waren das Damen-Doppel und das 2. Herren-Doppel. Die Gegner hatten im Damen-Doppel umgestellt. Das hat ihnen aber nicht viel genutzt, unsere Mädels Gaelle Pauquet und Katarina Schmidt gewannen sicher in 2 Sätzen. Das 2. Herren-Doppel Johann Höflitz und Toni Krause verlor nach schwachem Beginn den ersten Satz. Taktisch klug und lautstark angefeuert konnten sie dann aber den 2. und 3. Satz (21 :19) gewinnen. Im ersten Herren-Doppel trafen Christoph Ritter und Patrick Kämnitz auf das eingespielte Regionalligadoppel der Hessen Peterskowsky / Dietz. Hier mussten wir uns in 2 Sätzen geschlagen geben. Mittlerweile hatte Katarina Schmidt ihre Gegnerin im Damen-Einzel locker abgefertigt. Es stand somit 3:1 für uns. Als dann auch noch das gemischte Doppel Toni Krause und Gaelle Pauquet in 2 Sätzen gewann, war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen (denkste). Vielleicht war das der Grund, warum unsere Jungs im 2. und 3. Herren-Einzel Patrick Kämnitz und Johann Höflitz nicht ganz so konzentriert zu Werke gingen. Beide verloren den ersten Satz. Das einzige Spiel, was dann noch fehlte war das 1. Herren-Einzel von Christoph Ritter. Dieser hatte am Vortag klar in 2 Sätzen verloren.
Also fassen wir zusammen: es steht im Finale 4:1 für uns, die Hessen haben einen Satz Vorsprung durch die 3 Sätze im 2. Herren-Doppel und unsere beiden Herren haben den ersten Satz verloren. Wenn sie den 2. Satz auch verlieren und Christoph nicht gewinnt haben wir nur ein Unentschieden und die Hessen haben durch einen Satz mehr gewonnen. Also hieß es anfeuern, was das Zeug hielt.
Aber es half nichts, sowohl Johann, wie wenig später auch Patrick verloren ihre Spiele überraschend in 2 Sätzen. Das hieß, es kommt alles auf das letzte Spiel an, gewinnt Christoph, ist alles gut, verliert er in 2 Sätzen, sind die Hessen auf Platz 1 und verliert er in 3 Sätzen, werden die einzelnen Punkte gezählt.

Den ersten Satz konnte Steffen Peterskowsky knapp gewinnen. Wir brauchten also immer noch mindestens einen Satz. Durch eine gute taktische und kämpferische Leistung konnte Christoph den 2. Satz mit 21:14 gewinnen. Das hieß Satzausgleich. Das Nachfragen bei der Turnierleitung ergab, das wir 9 Punkte Vorsprung hatten. Christoph brauchte also im 3. Satz 13 Punkte für den Titelgewinn. Und er schaffte nicht nur das, sondern sogar den Sieg im 3. Satz. Dann wurde nur noch gefeiert…

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